Kreisobstlehrgarten in Kapfelberg

Die Entste­hung
Die Idee eines Lehrgartens wurde vom Garten­bau­vere­in Kapfel­berg und Umge­bung an den Kreisver­band herange­tra­gen. Aus­lös­er war eine mit Obst­bäu­men bepflanzte Fläche, die im Flurbere­ini­gungsver­fahren Kapfel­berg 1996 zum Verkauf ange­boten wurde. Der Garten­bau­vere­in erwarb diese Fläche mit ein­er Größe von 2702 qm. Gle­ichzeit­ig bot er dem Kreisver­band an, hier einen Kreisob­stlehrgarten zu erricht­en. Dieser entschloss sich 1997 zusam­men mit dem Garten­bau­vere­in Kapfel­berg das Vorhaben in Angriff zu nehmen.
Deshalb stellte man im Okto­ber den Antrag, die angren­zende Fläche, die in Besitz der Stadt Kel­heim ist, langfristig zu pacht­en. Im Dezem­ber 1997 beka­men die Ini­tia­toren die Zus­tim­mung der Stadt Kel­heim, die Fläche mit ein­er Größe von 7286 qm ab dem Okto­ber 2000 für 30 Jahre nutzen zu kön­nen. Ins­ge­samt ste­ht jet­zt für den Lehrgarten eine Gesamt­fläche von ca. 1 ha zur Ver­fü­gung.
Die Pla­nun­gen für den Kreisob­stlehrgarten wur­den von den Kre­is­fach­ber­atern für Gartenkul­tur und Lan­despflege Nor­bert Holz­er und Franz Nadler durchge­führt.
1999 stellte man den Bauantrag für ein Schu­lungs­ge­bäude, der im Juli genehmigt wurde. Im Sep­tem­ber wurde bere­its mit dem Bau begonnen, im März 2000 war der Rohbau fer­tiggestellt. Das Gebäude dient sowohl als Unter­richt­sraum sowie als Ausstel­lungs- und Geräter­aum. Die Ein­wei­hung fand am 15.9.2002 statt.

Die Sorten
Im Kreisob­stlehrgarten ste­hen 70 Obst­baum-Hochstämme. Den größten Anteil bilden die Äpfel. Bir­nen, Zwetschgen und Kirschen ver­voll­ständi­gen das Sor­ti­ment. Die einzel­nen Sorten sind mit wet­ter­festen Beschilderun­gen verse­hen oder mit einem Sorten­schild mit QR-Code. Scan­nt man diesen Code mit dem Smart­phone, gelangt man zu ein­er aus­führlichen Sortenbeschrei­bung der jew­eili­gen Obstsorte.

Ein Falt­blatt über den Kreisob­stlehrgarten kön­nen Sie hier herun­ter­laden: Falt­blatt Kreisob­stlehrgarten komprimiert

Öff­nungszeit­en:
Ganzjährig geöffnet
Führun­gen sind nach Absprache möglich

Wegbeschrei­bung:
Auf der B 16 von Regens­burg oder Ingol­stadt kom­mend auf Höhe „Indus­triehafen-Saal a. d. Donau“ aus­fahren. Siehe Hin­weiss­child mit fol­gen­der Beschrif­tung:   „Rieden­burg – Kel­heim — Indus­triehafen Saal – Alt­mühltal“. Nach der Aus­fahrt in Rich­tung Rieden­burg, etwa 500 m nach der Brücke links einord­nen und hier abbiegen, siehe Hin­weiss­child: „Lohstadt – Kapfel­berg — Kel­heimwinz­er”.  Auf dieser Straße ca. 2,5 km verbleiben und etwa auf Höhe der rechts liegen­den Ortschaft „Her­rn­saal“ links abbiegen, siehe das Hin­weiss­child: „Alling — Lin­dach“. Bis nach Lin­dach fahren und an der Straßenein­mün­dung rechts abbiegen in Rich­tung „Schul­ters­dorf – Kapfel­berg“. Durch die näch­ste Ortschaft „Schul­ters­dorf“ fahren bis zu dem etwa 1 km ent­fer­n­ten links liegen­den einzel­nen Anwe­sen, hier „Getränke­markt Rosen­ham­mer“. Etwa 50 m weit­er vor dem rechts der Straße ste­hen­den TRAFO-Gebäude scharf rechts abbiegen, von da aus ist das Gebäude des Kreisob­stlehrgartens bere­its zu sehen.

Kreisob­stlehrgarten Lageplan

Neue The­mengärten

Ab dem Jahr 2024 wur­den auf Betreiben des Kreisvor­sitzen­der Har­ald Hille­brand weit­ere The­mengärten zum Gesamtkonzept hinzuge­won­nen. In Offen­stet­ten soll in Gemein­schaft mit dem neu gegrün­de­ten Ortsver­band ein inklu­siv­er Kreislehrgarten entste­hen, in Main­burg Ebrantshausen wird der Schw­er­punkt auf ÖKOLOGIE gelegt. Mehr dazu dem­nächst hier.

im Bild (von links nach rechts):
Stv. Kreisvor­sitzende Maria Meixn­er, Lan­drat Mar­tin Neumey­er, Kreisvor­sitzen­der Har­ald Hille­brand, Ortsvor­sitzende Main­burg: Dor­raine Gast­ner, Bürg­er­meis­ter Chris­t­ian Schweiger, Ortsvor­sitzen­der Kapfel­berg: Bern­hard Fis­ch­er.
Bild: Ramona Wieland.

 

Durchbruch im Kreisobst-Lehrgarten-Konzept

Wie der Kreisvor­sitzende Har­ald Hille­brand bei der let­zten Kreisver­samm­lung berichtete, ist beim The­ma Kreisob­st-Lehrgärten nach lan­gen, erfol­gre­ichen und koop­er­a­tiv­en Ver­hand­lun­gen der Durch­bruch gelun­gen. Man startet nun mit zunächst drei Stan­dortenKapfel­berg, Ebrantnshausen bei Main­burg und Offenstetten.

Jed­er der Kreisob­st-Lehrgärten wird in ein dezen­trales Gesamtkonzept einge­bun­den und erhält einen indi­vidu­ellen The­men­schw­er­punkt:

  • Main­burg (Ebrantshausen): Ökologie
  • Offen­stet­ten: Inklusion
  • Kapfel­berg: Umwel­terziehung und Streuobst

Har­ald Hille­brand bedank­te sich beson­ders bei den Beteiligten für die inten­siv­en und kon­struk­tiv­en Ver­hand­lun­gen. In Main­burg waren dies Dor­raine Gast­ner, Bürg­er­meis­ter Hel­mut Ficht­ner und 3. Bürg­er­meis­ter Kon­rad Pöp­pel. In Offen­stet­ten haben Bürg­er­meis­ter Dr. Bern­hard Resch sowie die neuen Ortsvor­sitzen­den Michael Junck­er und Dominik Eck­stein das Pro­jekt maßge­blich unz­er­stützt. In Kel­heim waren Ortsvor­sitzen­der Bern­hard Fis­ch­er sowie Erster Bürg­er­meis­ter Chris­t­ian Schweiger entschei­dend am Gelin­gen des neuen Konzepts beteiligt, gemein­sam mit dem Stadt­bauamt und der der neuen Kreisvor­sitzen­den Maria Meixn­er.

Als sym­bol­is­ch­er Akt wurde den Beteiligten ein Präsent über­re­icht: Den Ortsver­bän­den Nistkästen, die für ein Richt­fest geschmückt waren, sowie den Bürg­er­meis­tern ein gedrech­sel­ter Apfel – ein Hin­weis darauf, dass die Pomolo­gie einen hohen Stel­len­wert hat.

Auch Lan­drat Mar­tin Neumey­er zeigte sich erfreut über das Engage­ment aller Beteiligten und betonte die Bedeu­tung des Pro­jek­ts. Er bedank­te sich dafür, dass der Kreisver­band weit­er­hin starken Ein­satz zeigt und wichtige ökol­o­gis­che The­men voranbringt.

Mit den Kreisob­st-Lehrgärten will man inter­essierten Bürg­erin­nen und Bürg­ern nicht nur die Vielfalt an Obst­sorten näher­brin­gen, son­dern auch Zusam­men­hänge in der Natur aufzeigen. Neben Tipps und Tricks zur Erhöhung der Bio­di­ver­sität wer­den prak­tis­che Maß­nah­men ver­mit­telt, darunter:

  • Nistkästen und Insek­ten­ho­tels für heimis­che Tierarten
  • Ben­jesheck­en als natür­liche Lebensräume
  • Belassen von Totholz zur Förderung der Artenvielfalt
  • Verzicht auf Pes­tizide, Torf- und min­er­alis­che Düngemit­tel zur Scho­nung der Umwelt
  • Blu­men­wiesen und exten­sive Mahd zur Förderung von Insekten
  • Ein­saat­en mit heimis­chen Wildpflanzen
  • Die große Bedeu­tung von gesun­der Ernährung und Natur für Men­sch und Umwelt

Ziel des Vorhabens ist es, im gesamten Land­kreis ein dezen­trales Net­zw­erk von Lehrgärten zu etablieren, das als Ausstel­lungs- und Bil­dung­sort für ver­schiedene umwelt­päd­a­gogis­che The­men dient. Weit­ere Ortsver­bände sind ein­ge­laden, sich dem Gesamtkonzept anzuschließen. Der Kreisver­band wird das Pro­jekt durch Lehrgänge sowie per­son­elle Unter­stützung begleit­en und weiterentwickeln.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen